Social Media Marketing

by Christian Fohrmann
2 Monaten ago
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Facebook Ad-Management im Tourismus

Kommunikation ohne definiertes Ziel ist Lärm. Und auf Plattformen wie Facebook, Instagram und Twitter geht es extrem laut her. Die Währung auf Social Media Kanälen nennt sich “Aufmerksamkeit” und um ebensolche zu erreichen bedarf es einiger Mühen. Mit ein wenig Kreativität, Ideen und täglichen Postings  ist schon mal ein guter Anfang gemacht. Wer jedoch buchstäblich “mehr” erreichen möchte muß schon auch in Kampagnenkonzepte und bezahlte Anzeigen investieren. Und dabei ordentlich Ausdauer zeigen.

Bedürfnisse wecken vs. Bedürfnisse decken?

Es ist keine Frage ob “Facebook (Ads) ” oder “Google (AdWords)” – beides ist gleichermaßen wichtig, wenn es darum geht, (neue) Gäste zu gewinnen. Der Unterschied zwischen den beiden ist unter anderem der Zeitpunkt zu dem die Menschen erreicht werden.

Auf Facebook und Instagram geht eher um Kommunikation, Berieselung, Inspiration, Zeitvertreib – dabei kann schon das eine oder andere “zufällig” eingeblendete Foto vom Skigebiet im Zillertal passionierte Skifahrer wie uns dazu inspirieren, eventuell auch mal zum Urlaub dorthin hinzufahren. Und während wir noch darüber sprechen, googeln wir schon einfach mal nach “Last Minute Ski Angebote im Zillertal ” und grenzen vielleicht noch ein “…im Wellnesshotel”.

Unterschiede zwischen Facebook Ads und Google AdWords:

  • Bei Google hat der potenzielle Gast bereits einen oder mehrere Suchbegriffe im Kopf (Urlaub in Tirol, Hotel am Achensee, etc.). Werbetreibende blenden zu Urlaubs-Suchanfragen und/oder demographischen Merkmalen relevante Angebote ein.

  • Auf Facebook können Menschen erreicht werden, die einem bestimmten “Urlauber-Profil” entsprechen (Skisport, Wellness, Wandern, usw.). Werbetreibende können Facebook- und Instagram-Nutzer auf Basis demographischer Daten und Interessen gezielt mit “Ads” (Postings, Videos, etc.) erreichen.

Wozu Social Media Experten?

Wäre man der einzige Publisher auf Facebook, Instagram und Google, würde es einfach sein. Einfach scheint es auch, dass man quasi nur auf den Button “diesen Beitrag bewerben” klicken muß und Facebook das Targeting überlässt. Geld verbrennen mit Social Media Ads geht einfach, Geld verdienen hingegen schon schwieriger.

Die Aufmerksamkeit der Menschen wird immer geringer, die Werbeplätze künstlich verknappt. Man muss sich also langfristige Strategien und Budgets überlegen und dann auch kontinuierlich “people based targeting”-Kampagnen mit unterschiedlichen Interessen und Angeboten schalten. Der Kreis schließ sich mit der Angebotsentwicklung, denn was in der Werbung versprochen wird, muß heute im echten Leben auch auf Bewertungsportalen Stand halten!

Für wen postet man?

Der Hotelier postet auf der Hotel-Facebook-Seite die Pläne für den nächsten Bau, ein paar Tage später vielleicht schon die ersten Betonmischer. Der Koch postet auf derselben Hotel-Facebook-Seite was er kulinarisch gerade zubereitet hat, sieht farblich nur etwas komisch aus, aber mehr hat die Smartphone Kamera halt nicht hergegeben. Dazwischen postet die Rezeption ein paar Fotos aus dem Fotoarchiv vom Hotel, Zimmer, die es nach dem Bau gar nicht mehr geben wird. Dazwischen tagelang keine Postings. Und dann kommt das Knüller-Posting: “Wir suchen Mitarbeiter! Bewerben Sie sich als Koch/Köchin, als Rezeptionist/in…”. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass die meisten Follower auf der Hotel-Facebook-Seite die Nachbarn und Dorfbewohner sind.

Die Preisfrage: Welches Profil hat so eine Hotel-Facebook-Seite.